"Lied"

 

Das "Lied" entsprang recht spontan dem Wunsch, ein einfaches, lyrisches Lied, passend zur aktuellen Situation der Pandemie singen zu können und dem Wunsch, "einfach so vor sich hin zu fliegen", freien Lauf zu lassen.

 

"Horizonte"

 

Schon lange hat mich das Thema Horizonte bewegt, ändern sich doch unsere Erlebnis- und Erwartungshorizonte laufend von Kindesbeinen an. So reihen sich mit Schule und Klassengemeinschaft, erste Verliebtheit, Bildungsabschluss, Beruf, Familiengründung etc .in rascher Folge Horizont an Horizont, wobei mit zunehmenden Alter dieser Vorgang an Fahrt und Schnelligkeit zu verlieren scheint. Kommen Trübungen hinzu, wie Verluste, Zusammenbrüche, Krankheit etc.-  jetzt gerade bei mir die Krebserkrankung- wird das Angebot an Horizonten schon rarer oder unerquicklicher.

Der Gründer der analytischen Psychologie, C.G  Jung,  hat sich mit dieser Frage beschäftigt und darauf hingewiesen, dass es gerade auch Aufgabe der Religionen sei, auf Ausblicke hinzuweisen, die sich hinter dem Vorhang des  Todes auftun. Dabei müssen es wohl nicht ständig die ganz weit entfernten sein, manchmal helfen uns  schon Ausblicke auf Geborgenheit, Verständnis und Zuwendung, um den Weg bis zum nächsten Horizont zu überwinden.

Goethe hat diesen Wunsch nach weiterer Entwicklung und dem dazu notwendigen, ständigen Wandel im West-östlichen Diwan mit dem Gedicht " Selige Sehnsucht" mit dem  " Stirb und Werde" meisterhaft ausgedrückt und ich wollte dies unbedingt einmal in ein Lied aufnehmen. Was halten Sie davon?

 

 

Übers Kreuz

 

Der Anlass  zu diesem Lied war mein Ärger über den „Kreuzerlass“ der bayerischen Staatsregierung vor 2 Jahren, jedes öffentliche Gebäude pflichtgemäß mit einem Kruzifix auszustatten. Ich habe keinesfalls eine Abneigung  gegen das Kreuz, aber wird wirklich jede Amtsstube im Land  den hohen Anforderungen der christlichen Lehre an die Menschlichkeit jederzeit gerecht, oder droht dadurch  vielmehr  ein Abrutschen in die Gewöhnung bis zur Belanglosigkeit? Kann es bei inflationärem und erzwungenem Gebrauch noch seine ganze Symbolkraft entfalten?  Ohnehin hat das Kreuz schon viel über sich ergehen lassen müssen, wie eben die Kreuzigung Christi selbst, den Missbrauch für  beutelüsterne Kreuzzüge, eine menschenverachtende Inquisition u.a.  Unabhängig seiner Bedeutung für das Christentum ist das –gleichschenklige- Kreuz ein sehr altes Symbol für die Schöpfung. Mit seinen beiden Armen verkörpert es für mich auch die zwei „wichtigsten“ Gebote, die uns Jesus ans Herz legte, das der Nächstenliebe und den Verzicht auf „Nebengötter“,  also die Verbindung miteinander und die „nach oben.“  Unabhängig einer religiösen Überzeugung ist es schließlich für uns alle wichtig,  im Alltag zum einen das Miteinander , Gemeinwohl im Blick zu haben und  zum anderen eine persönliche „Hierarchie der Werte“ aufrechtzuerhalten, nach der wir unsere Entscheidungen ausrichten. Leicht gerät diese Stufenleiter der Werte in schwierigen Zeiten, äußeren Belastungen durcheinander, kehren wir das „unterste zu oberst“, haben vor den falschen Dingen Angst  oder jagen unwichtigen –„ Nebengöttern“-hinterher. Mir selbst haben die Gelegenheiten  zum erneuten Ordnen dieser Werteleiter - gerade auch bei meiner ärztlichen Tätigkeit- sehr geholfen. Für den einen mag diese Leiter dabei  im „Menschlichen“ - etwa bei der Würde des Menschen- enden, für den anderen darüber hinaus als „Himmelsleiter“  zum Ausgangspunkt der Schöpfung in die Unendlichkeit weisen.

 

 

 

 

 

Hintergründe zu den  folgenden, hier vorgestellten Lieder, sowie den restlichen der CD habe ich in dem Begleithef (40. S. Fabdruck mit Abbild.) "Wandelnde Begegnungen" beschrieben und empfehle dazu die nachfolgenden Leseproben.

 

 

"Wandelnde Begnungen"

 

Die nachfolgenden Geschichten handeln vor allem von Begegnungen. Von solchen, die Spuren hinterlassen haben in den fünfundzwanzig Jahren, die ich als Nervenarzt in freier Praxis arbeiten konnte. Solchen, die zu einem durchgreifenden Wandel von An- und Einsichten, Überzeugungen geführt haben , ohne dass ich hierfür ein einzelnes, besonders treffendes Argument oder einen festen Zeitpunkt anführen könnte. Auch kein neu entdecktes philosophisches oder religiöses  Werk gab den Anstoß dazu, vielmehr erschienen mir die bekannten in einem klareren und wärmeren Licht als zuvor. Dieser Wandel lag dabei keinesfalls nur auf meiner Seite. Nein, scheinbar ganz unscheinbare Menschen haben sich vor meinen Augen verwandelt, die ich zuvor in einem ganz anderen Licht gesehen hatte und deren Glanz ich erst empfand, als ich begann, die Bilder vom Staub des Alltags frei zu polieren...

 

Pechvogel

 

.. Wissen Sie, wer der Vogel des Jahres 2018,17,16 , ja eigentlich jedes Jahres seit Beginn der Menschwerdung war? Es ist der Pechvogel, der uns überall und in allen Lebenslagen begegnet. Pechvogel heißt er eigentlich deshalb, weil man Pech früher zum Vogelfang verwandte, einen Ast damit bestrich und jeder unglückliche Vogel, der darauf landete, kleben blieb und gefangen wurde. So hat Pech seit jeher einen durchweg schlechten Ruf, obwohl es ja immerhin auch zum Abdichten  von Schiffen und  für leuchtende Fackeln verwendet werden kann.

 

Der Feuervogel hingegen ist eine Figur der slavischen Mythologie, der nicht nur ein prächtiges, feuergleich strahlendes Federkleid, sondern auch überirdische Kräfte besitzt. Er ist mit dem Phönix verwandt, ein ganz besonderer Vogel der ägyptischen und hellenischen Mythologie, der zwar zu Grunde geht, aber aus seiner eigenen Asche als Leuchtgestalt  -kraftvoller den - je wieder aufersteht.

 

An einen solchen Pech- und Feuervogel  erinnert mich P., ein junger Mann, den ich seit seinem 23. Lebensjahr über 15 Jahre begleiten durfte.Er schien vom Schicksal nicht gerade begünstigt zu sein...

 

 

 

Mittendrin - in einem weiteren Herz sind die am Rand mittendrin.

 

Dieses Lied gehört einer mittlerweile 88-jährigen Frau und langjährigen Weggefährtin. Sie hatte sich nach ihrer Berentung als Leiterin einer heilpädagogischen Einrichtung Sorgen um die Zukunft ihrer vier schwierigsten Schützlinge gemacht, mit denen nur sie selbsteinigermaßen zurechtkam. So kaufte sie von ihrem Ersparten ein kleines Haus auf dem Land, gründete dort eine Art Lebensgemeinschaft mit den jungen autistischen Erwachsenen, die als höchst schwierig – gleichsam als  explosive Mischung-  und   somit das ganze Projekt als unmöglich galten. In ihrer unvergleichlich liebevollen, familiären Art wusste sie genau, wer welche Spieluhr, Kaffeemarke oder welches Gutenachtlied benötigte, oder wer auf keinen Fall beim Frühstück zusammentreffen oder vor 9.00 Uhr geweckt werden durfte. Sie hatte es wirklich  geschafft, den zwischenzeitlich sechs Bewohnern, eine echte Heimat, ein Zuhause  zu geben, ein eigentlich unmögliches Unterfangen. Durch sie habe ich das „Prinzip  Hummel“ kennengelernt.  Nach exakten,  wissenschaftlich fundierten Daten und Berechnungen ist die Hummel aufgrund ihrer wenig aerodynamischen Form und Leibesfülle flugtechnisch völlig ungeeignet. Da die Hummel aber zum Glück  derartige  Forschungsergebnisse nicht kennt, ja nicht einmal lesen kann, fliegt sie trotzdem und freut sich aufrichtig ihres Lebens und der Fliegerei. Sie ist deshalb auch zum inoffiziellen Wappentier unseres Heimes aufgestiegen.

 

Ich habe nie einen Menschen mit einem „weiteren Herz“  getroffen als jene oben erwähnte alte Dame.

Meine Wanderung durch´ s Berufsleben hatte mich  dabei  häufiger mit Menschen in Berührung gebracht, die scheinbar am Rand der Gesellschaft  stehen......

 

Heimat

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Meine eigene musikalische Heimat ist von je her die Pop- und Rockmusik,  geprägt von meinen älteren Geschwistern und der Angewohnheit meiner Mutter, beim Abspülen  laut Rock ‚n‘ Roll  zu hören, welchen sie wie viele  junge Eltern der Nachkriegszeit förmlich aufsog.   So war mein erstes „Heimatlied“ auch ein amerikanisches, nämlich  „ Sweet home Alabama“  der US Band Lynyrd Skynyrd   oder „Homeward bound “von Simon und Garfunkel.

 Auch rein örtlich betrachtet  hatte ich mit der Heimat  so meine Schwierigkeiten. Genau genommen komme  ich ja aus der Oberpfalz -  die ich aber nach der Schulzeit verlassen habe-  und  ganz genau betrachtet ,   natürlich  aus  dem  Mutterleib ,  anatomisch ganz exakt -– schließlich  bin ich Mediziner-  aus der Gebärmutter. Aber  selbst wenn man  meiner Mutter diese später  aus medizinischen Gründen entfernt hätte, wäre ich doch dadurch noch lange nicht heimatlos geworden? Schwierige Frage, aber  mittlerweile fühle ich mich ohnehin hier  im Unterallgäu pudelwohl,  eigentlich  richtig heimisch. Aber, um  wirklich aufrichtig zu sein,  werde ich die Empfindung nicht los, mich in Wirklichkeit nur  auf dem Heimweg zu befinden, immer weiter  auf der Suche nach der endgültigen Heimat. Bei diesem Gedankengang kam mir erst viel später mein geliebtes Stufengedicht von Hermann Hesse in den Sinn was mir wohl intuitiv als Vorlage gedient hat:

 

„Wir sollen heiter Raum und Raum durchschreiten,

 

An keinem wie an ein einer Heimat hängen

 

Der Weltgeist will nicht fesseln  uns und engen

 

Er will uns Stuf´ um Stufe heben, weiten …

 

Wohl an denn, Herz, nimm Abschied und gesunde“

 

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Nachdem der Begriff „Heimat“ derzeit ja auch von politischer Seite und aus unterschiedlichsten Motivation heraus  fleißig aufpoliert wird, konnte ich es mir nicht verkneifen, zusammen mit Michael - talentierter Fotograf und Musicvideospezialist-  ein  „Heimatvideo“ zu drehen, was v.a. die Farbenvielfalt der Menschen unserer Gesellschaft und den Lebensweg als Wanderung durch diese bunte Landschaft widerspiegeln soll.

 

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Schweres Los

 

Ja, ja, ich weiß, diese Lieder und Texte sind alle zu ernst, sinntriefend und von faustischem Geist, deshalb habe ich mir ja auch fest vorgenommen, auf meiner Wanderung endlich mal  was Fröhliches, z.B. ein Frühlingslied zu schreiben. Das war Ende März, aber am Himmel zogen nur dunkle, regenschwere Wolken auf und das wirklich nasskalte Wetter –es passte viel eher  zum November-  wollte einfach keine Frühlingsgefühle aufkommen lassen, immer wieder kam ein schwermütiges  Novemberlied heraus, ähnlich, wie wenn Du im Hochsommer mitten im Schwimmbad ein Weihnachtslied schreiben sollst.

 

Ich habe dann durch extreme Meditationsübungen versucht, meine Seele in höhere Sphären zu zwängen,  weit über die düstere  Wolkenschicht hinaus, aber meine räumliche Orientierung ist ungefähr so gut wie mein Rhythmusgefühl- ganz knapp über dem Nullpunkt- und so hat meine Seele  leider die völlig falsche Richtung eingeschlagen, nach unten, tief in´s Erdreich, wo sie erst kurz vor einem buddelnden Maulwurf  zum Halten kam. „Na Gute Nacht, Du kannst mir bei meinem Frühlingslied garantiert nicht helfen“,  schnauzte ich ihn unwirsch an. „Glaub ich auch“, brummelte er zurück, „weiß nur, dass meine Tunnel doch irgendwann wieder an ´s Licht führen“.  Gar nicht so  schlecht, reicht zumindest für einen Kompromiss und so habe ich  unterwegs ein Novemberlied mit Frühlingsfinale getextet.

 

Ein weiteres wichtiges Lebensprinzip und ab sofort Teil meiner Philosophie wurde mir an diesem Tag übrigens noch von meinem Metzger zuteil, bei dem ich die dringend notwendige Wegzehrung besorgte und  der mir mit spirituell anmutender Gelassenheit versicherte: “ Is´ eh´  ois  Wurscht, was i mach…“. Ein  Satz, der sehr an die antike Philosophie der Stoa erinnert und den ich mir  seither  in allen kritischen  Lebenslagen gebetsmühlenartig stundenlang - als eine Art Wurschtigkeitsmantra- vorsage.....

 

 

 

Löwenzahn unterm Asphalt

 

 

Natürlich wird‘s mir als Durchschnittsmann auch schon manchmal mulmig zumute, wenn im Schwimmbad wieder einmal ein bodygestylter Arnold Schwarzenegger Typ vorbeizieht und den ein oder anderen bewundernden Blick anfängt,   der bei Betrachtung meiner eigenen Bauchmuskeln allenfalls sein Mitleid zu verbergen sucht. Und klar kommen mein Enkel und ich aus dem Staunen nicht raus, wenn wir dem großen Bagger oder Schaufellader zusehen, wie er schier unglaubliche Gewichte bewegt. Nichts von dem allen ist aber für mich vergleichbar mit dem Bild eines aufgesprungen Stückchens  Asphalt, aus dem ein Löwenzahn entsprießt und sich der Sonne entgegenreckt.  Welch´ unvorstellbare Geduld und Kraft ruhen in dem kleinen Samen, die lange Nacht unter der steinernen Decke auszuhalten und  zu überwinden. Unglaublich ermutigend ist diese  Bild für mich, bei dem mir zwei Menschen – Löwen- oder Löwinnenzähne ?- in den Sinn kommen, denen ich begegnen durfte.

 

Dem ersten von Ihnen  verdanke ich durch seine ganz persönliche Art die Entstehung dieses Liedes

 

Zum ersten Mal suchte mich der 40-jährige, jugendlich wirkende Mann  wegen einer Bagatellangelegenheit auf und hinterließ mit seiner freundlichen, gewinnenden Art einen äußerst angenehmen Eindruck. In der Folgezeit stellte sich heraus, dass er ganz erhebliche Probleme und einen durchaus steinigen Lebensweg hinter sich hatte. Aufgewachsen bei den Großeltern, hatte er mit etwa 18 Jahren einen sehr schweren Verkehrsunfall mit begleitender Kopfverletzung, einem Schädel-Hirn-Trauma, erlitten, welches Spuren hinterließ, u.a. auch in Form gelegentlich auftretender epileptische Anfälle. Für ihn selbst war das Überstehen dieser schweren Verletzung wohl eine Art zweite Geburt und Signal für einen Neubeginn, wie er mir erzählte : „Wenn ich dies schon heil überstehe, fange ich beruflich nochmal an und beginne ein Studium“, wobei aufgrund seines Weltbildes  und  seiner  Neigung, den Dingen auf den Grund zu gehen,  nicht  wirtschaftliche Interessen ausschlaggebend waren und er ein Studium aus dem Bereich der Geisteswissenschaften wählte. Schon der erfolgreiche Abschluss war angesichts der erlittenen Schädel-Hirnverletzung eine Meisterleistung, die späteren Jobs hingegen leider immer nur kurzfristig und mässig bezahlt. Als ich ihn kennenlernte, lebte er von Hartz IV in einem feuchten, kaum beheizbaren Zimmer und arbeitete für kostenloses Essen in der Küche eines Lokales mit.  All dies erschloss sich mir  aber nur durch hartnäckiges Fragen, Klagen oder Beschwerden kamen nie über seine Lippen, vielmehr waren   durch seine freundliche und zuvorkommende Art die Begegnungen mit ihm für mich immer ein kleiner Lichtblick im Alltag. Regelmäßig, fragte er, wie´ s denn mir gehe; nichtsdestoweniger häuften sich massive Probleme an. So kam es zu episodisch auftretenden, ausgeprägten seelischen Ausnahmezuständen mit Realitätsverkennung, Unruhe u.a., die wiederholte –z-T. auch unfreiwillige - Aufenthalte in der psychiatrischen Klinik notwendig machten. Ungebrochen dabei aber  jedesmal  seine Zuversicht und lebensbejahende Einstellung,  sowie sein  freundliches Wesen. Außerordentlich schwierig war es hingegen, ihn zur Annahme zur Verfügung stehender Fördermaßnahmen zu bewegen, schämte er sich doch seiner schwierigen sozialen Lage, die er aus eigener Kraft überwinden wollte, was allerdings kaum realistisch war. M. war sehr intelligent und mit einer außerordentlich feinfühligen Persönlichkeitsstruktur behaftet. Mittlerweile hatte er auch seine Krankheit realisiert und begriffen. So  konnten wir gemeinsam  eine für ihn  gut verträgliche Medikation finden, die sowohl seine episodischen Verhaltensauffälligkeiten als auch seine epileptischen Anfälle verschwinden ließ. Schließlich waren auch meine zähen Bemühungen erfolgreich, ihm vom Nutzen einer Reha-Maßnahme zu überzeugen und konnte ihn  sogar anschließend für eine berufliche Fördermaßnahme gewinnen, um den Wiedereinstieg in das Arbeitsleben zu erleichtern. M. blühte richtig auf, freute sich über die verbesserte finanzielle Situation und  - nach langer Einsamkeit-  v.a. auch die Gemeinschaft mit den anderen Rehabilitanden, hatte mittlerweile auch eine Freundin gefunden.

 

Als alles in trockenen Tüchern schien, die Asphaltdecke aufgebrochen  und sich die Bärenkräfte unseres Löwenzahns entfalteten, fiel M. aus unerklärlichen Gründen - ohne jede Gewalteinwirkung, aus innerer Ursache-  zuhause tot um, vermutlich eine akute Herzrhythmusstörung.

 

Das ist der Moment,  indem man selbst gerne eine Stinkbombe gen Himmel schmeißen und die Knüpferinnen unserer Schicksalsfäden - in der germanischen Mythologie Nornen genannt - fragen möchte, ob sie denn noch alle Tassen im Schrank haben.

 

Herzliche Grüße M., Du fehlst uns hier sehr, aber die Himmel werden froh sein, jemanden wie Dich bei sich zu haben!